Zero Plastic – Zero Waste – DER ANFANG

Warum habe ich diese Tür nur aufgemacht? Da gibt es kein zurück mehr! Und ich habe keine Ahnung, warum. Wie ist diese Tür aufgegangen? Warum bin ich durchgegangen? Ich hätte sie ja auch wieder zumachen können! Es gibt jedenfalls keinen Weg zurück. Da bin ich mir ziemlich sicher. und ich bin alles andere als öko. Ganz im Gegenteil, sorgloser Plastik Junkie trifft es besser. Und nun das. Begonnen hat es mit dem Buch von Sandra Krautwaschl aus Graz, die mit ihrer Familie beschlossen hat, plastikfrei zu leben, nachdem sie den Film Plastic Planet gesehen hatte. Beeindruckend und sympathisch, vor allem weil auch Sandra sich als Ex-Plastik Junkie bezeichnet und bereit ist, Kompromisse zu schließen. Also war mein erster Entschluss: Weniger Plastik. wenn man aber dann mal ein bisschen im Internet recherchiert und sich schlau macht, landet man recht schnell bei der Zero Waste Bewegung, auch interessant. Vor allem bekommt man dort schon sehr gute und viele Tipps, was man alles ohne Plastikverpackung kaufen kann. Eine ideale Ergänzung. Sicherlich in vielen Bereichen für meinen Geschmack zu extrem,, aber ich befürchte, dass hier der Spruch: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, ganz besonders gut zutrifft, denn wenn man mal anfängt, dann ist echt der Wurm drinnen. Wieviel Plastik ich alleine zuhause habe, ist mir jetzt erst aufgefallen! Was ich alles in schwedischen Möbelhäuser an Plastikutensilien, -behältern, und Klumpert gekauft habe, ist erstaunlich! Zu meiner Verteidigung: Ich verwende auch alles! In Küche, Bad und für die Kinder. Schätzungsweise die Hälfte meines Hausrates müsste ich entsorgen, würde ich meine Wohnung vom Plastik befreien müssen und meine Kinder hätten außer der Holzeisenbahn nicht mehr allzu viel zum Spielen. Warum aber kein Plastik? Diese Antwort gebe ich nicht, da das den Rahmen sprengen würde, und es zahlreiche Experten gibt, die das besser erklären und wissenschaftlich belegen können. Ich nicht. Aber was ich sicher weiß, dass dabei Ressourcen verbraucht werden, und zwar ganz schön viele – Erdöl, Transport, Co2, Unmengen Chemikalien, Weichmacher u.a. Dass vieles davon in Dritten-Welt-Ländern unter äußerst fragwürdigen Bedingungen hergestellt wird, sei nur am Rande erwähnt. Aber natürlich macht es jetzt keinen Sinn, sämtliche Plastikgegenstände und -utensilien wegzuwerfen. Also habe ich beschlossen, alles möglichst lange zu verwenden, und nach und nach zu ersetzen. So erweitert sich auch meine Wunschliste für Weihnachten und Geburtstag zur Freude meiner Eltern. Und auch dann werden intakte Produkte nicht weggeworfen sondern der Caritas, einem Kinderheim oder einem Flüchtlingsheim gespendet. Denn ich will ja Müll vermeiden, nicht produzieren. Ersetzt wird durch Glas, Holz, Bambus, Edelstahl. Und es gibt traumhaft schöne Dinge, die ganz sicher langlebiger sind als Plastik. Aber auch da möchte ich darauf achten, dass es aus nachhaltiger Produktion, ohne Plastikbeschichtung, und möglichst österreichisch ist.
Ein sehr langfristiges Projekt. Kurzfristig habe ich jedenfalls schon mal begonnen, besser Müll zu trennen, Auch Schraubverschlüsse und Biomüll trenne ich ab sofort., wobei mein nicht plastikfreier Vorratskasten gut gefüllt ist und erst “aufgegessen” werden muss . Alles, was ich dann nachkaufe, versuche ich, so (plastik-)verpackungsfrei wie möglich zu kaufen. Dazu aber später mehr. Womit ich inzwischen auch schon beschäftigt habe, ist das Thema Kleidung und habe zu diesem Zwecke eine Googlemaps erstellt, in denen ich die Fairtrade-Bio-öko- Geschäfte meiner Umgebung markiert habe, die ich jetzt nach und nach mal besuchen werde. Das Thema Reinigungsmittel und Waschmittel (auch mit Nachfüllpacks fällt da unglaublich viel Müll an!) habe ich einen tolle Lösung gefunden. Uni Sapon, alles zum nachfüllen, es entsteht also praktisch gar kein Mist! Die Variante alles aus Natron, Soda, Zitronensäure u.ä. selber herzustellen, liegt mir einfach nicht, obwohl es tolle Berichte darüber gibt. Was Duschgel, Shampoo usw betrifft, werde ich bei Gelegenheit in ein gutes Seifengeschäft gehen, denn angeblich braucht man nicht mehr! Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole – erst wird alles aufgebraucht, was noch da ist! Und zu allen Erfahrungen werde ich berichten! Ich freue mich darauf!
und es wird niemals ZERO sein! Mein Ziel ist LESS.

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