Was der Nikolo mit der Freude zu tun hat, . . .

Nikolo war so schön, wenn man ein Kind hatte! Nicht dass er es so richtig mitbekam, aber die Freude über ein Stück Schokolade und NOCH eine Mandarine zu beobachten, war einfach toll. Unbeschreiblich wie so ein kleiner Zwerg nur über seine Mimik anderen ein gutes Gefühl geben konnte. Ganz ohne Hintergedanken, einfach nur weil er sich freute. Warum ging das so oft auf dem Weg ins Erwachsenenleben verloren? Wo war die Unbeschwertheit liegengeblieben? Sich einfach freuen? Nicht weil man musste, nicht weil es jemand erwartete, oder weil man sich jemandem erkenntlich zeigen wollte! Einfach so? Über eine brennende Kerze? Über eine liebevolle Berührung? Über Kleinigkeiten des Alltags?  Ohne es zu hinterfragen, ohne weitere Überlegung? Einfach den Moment genießen und sich freuen! Wäre das nicht mal ein Vorsatz? Sich zu freuen und diese Freude zu teilen? Zu lächeln, einfach zuzugeben, dass es einem momentan gut ging? Egal, wie groß und schwer die Herausforderungen das alltäglichen Lebens wogen mochten? Einfach nur im Hier und Jetzt zu sein? Glücklich sein? Ohne wenn und aber? Das war möglich, aber es war nicht immer einfach. Dazu musste man sich selbst erlauben, wieder ein bisschen Kind zu sein.  Und natürlich war es kein Dauerzustand, aber war es möglich, das vielleicht täglich zuzulassen? Es gab ganz bestimmt jeden Tag einen klitzekleinen Moment, in dem alles vollkommen war.  Indem alles andere unwichtig war.  Genauso wie während der ersten Verliebtheit, wenn ein Blick und ein Berührung alles andere auslöschten und dieser Augenblick der pure Genuss war! Mit Kindern hatte man viele dieser Momente jeden Tag (aber zugegebenermaßen auch viele, die ganz das Gegenteil waren). Ein friedlich schlafendes Kind, ein singendes und tanzendes Kind, eine Umarmung, ein Kuscheln die strahlenden Kinderaugen beim Anblick eines Hubschraubers (ja richtig – es war ein Sohn!).  Es kann wohl keine bessere Zeit als den Advent, um sich all das wieder öfter und intensiver bewusst zu machen und sich zu freuen – so oft, wie nur irgendwie möglich.

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